Statistik:7

DOKUMENTATION

Statistisch breites Band

dpa). Die Senioren in Deutschland bieten ein vielschichtiges  Bild: Viele haben Geld, reisen, studieren und arbeiten. Andere sind arm, lassen  sich scheiden oder gehen neue Verbindungen ein. Eins ist ihnen gemeinsam: Sie werden im Durchschnitt immer aelter und stellen einen immer groeßeren Anteil an der Bevoelkerung. Nach der juengsten Uebersicht des Statistischen Bundesamtes von 1995/96 betraegt die Lebenserwartung bei Maennern 73,3 Jahre und bei Frauen 79,7 Jahre - vor 120 Jahren wurden Maenner und Frauen im Deutschen Reich noch  nicht einmal halb so alt.

Der  Anteil der Aelteren an der Gesamtbevoelkerung - dazu werden in Deutschland  Menschen ab 60 Jahren gezaehlt -steigt seit langem. Er wuchs von 1950 bis 1989  von 14 auf 21 Prozent. 2025 wird nach Erwartung der Statistiker etwa jeder Dritte 60 Jahre oder mehr zaehlen. Wegen der hoeheren Lebenserwartung sind die meisten Aelteren Frauen. 1996 wurden in Deutschland knapp sieben Millionen  aeltere Maenner und 10,6 Millionen aeltere Frauen gezaehlt.

Die  Aelteren beziehen ihr Einkommen meist aus Renten und Pensionen. Das Jahreseinkommen der Haushalte von Pensionaeren betrug 1996 durchschnittlich  69.000 Mark und von Rentnern 34 500 Mark. Maenner haben mehr Geld als Frauen.  Das spiegelte sich auch im 1997 von der Bundesregierung vorgelegten»  Alterssicherungsbericht« wider: Danach verfuegten 1995 alleinstehende Maenner  ueber 65 im Westen ueber ein monatliches Netto-Einkommen von 2769 Mark (Ost: 2  044); bei ledigen Frauen betrug das Netto-Einkommen 2112 Mark (Ost: 1550). Am schlechtesten schnitten geschiedene Frauen ab: Sie bekamen durchschnittlich nur  1890 Mark netto (Ost:1343).

Viele  Aeltere haben Vermoegen, und viele verdienen gutes Geld. So ueben nach Angaben  des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden 363 000 Personen jenseits der 65 Jahre noch eine Berufstaetigkeit aus. Den weitaus groeßten Anteil stellen 162 000  Selbstaendige und 60 000 mithelfende Familienangehoerige. Weiter haben 70 000 Angestellte sowie 66 000 Arbeiter noch ein Beschaeftigungsverhaeltnis. Den Rest  von 5000 Beschaeftigten stellen Beamte.

Die  vergleichsweise solide finanzielle Ausstattung der Aelteren schlaegt sich in der  Sozialhilfe-Statistik nieder. Waehrend Ende 1997 3,5 Prozent der Gesamtbevoelkerung Sozialhilfe bezogen, war die Quote bei den Aelteren - in  diesem Fall wird die Grenze bei 50 und mehr Jahre gezogen - mit 1,7 Prozent nur  halb so hoch.

Die  Menschen werden nicht nur aelter, sie bleiben auch laenger mobil und  unternehmenslustig. 1997 stellten beispielsweise Menschen mit 65 und mehr Jahren knapp 14 Prozent aller privat Reisenden. Im Wintersemester 1997/98 waren an dendeutschen Hochschulen 11 673 Studierende mit 60 und mehr Jahren eingeschrieben: Mehr als 300 von ihnen waren ueber 80 Jahre alt. Aeltere Menschen tauchen auch in anderen Statistiken wie die ueber die Kriminalitaet auf, wenn auch wesentlich seltener als juengere. Waehrend die Maenner vorwiegend wegen  Vergehen im Straßenverkehr verurteilt wurden, ging es bei Frauen vorwiegend um  Diebstahl und Unterschlagung.

Weltweit steigt die Lebenserwaetung der Meschen, und der Anteil der  Aelteren wird immer groesser. Angesichts dessen hat die UNO 1999 zum Jahr der Senioren ausgerufen Foto:dpa

zurueck Startseite

[simotec] [RolliBox] [Privat] [SeitenMap] [Links-Liste]

Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, wenden Sie sich bitte an unseren Webmaster.
© Copyright 1997-2000 Mobilitaet & Sicherheit “simotec”, Inc.  Alle Rechte vorbehalten.